Manchmal geht es nicht um körperliche Erschöpfung. Nicht um Schlafmangel oder um zu viel Arbeit. Es ist eine Erschöpfung der Seele – eine, die entsteht, wenn dich die Menschen um dich herum ansehen, ohne dich wirklich zu sehen. Menschen, die urteilen, ohne zu wissen. Die lachen, reden, Worte und Blicke wie Steine werfen, ohne sich darum zu kümmern, wen sie treffen. Du stehst morgens auf und trägst ein Lächeln, das längst nicht mehr deins ist. Du sagst dir, dass du zur Arbeit gehen musst, dass du stark bleiben musst, dass du dir nichts anmerken lassen darfst. Und so trägst du eine Maske. Eine Maske, die Tränen, Gedanken und Schmerzen verbirgt, die ohnehin niemand verstehen würde. Denn in dieser Welt sind alle zu beschäftigt, um die Fassade zu durchbrechen, und zu blind, um das Innere zu erkennen. Am Arbeitsplatz ist Bosheit zur Normalität geworden. Die spöttischen Bemerkungen, die abschätzigen Blicke, das Flüstern hinter dem Rücken. Niemand sagt etwas offen, aber alle urteilen. Jeder fi...